03.08.2014  So  19:00
Ende oder neuer Aufbruch? Verfolgte Journalisten im deutschen Exil
Podiumsgespräch mit Emin Milli (Mitbegründer des aserbaidschanischen Exilsenders Meydan TV in Berlin/ Aserbaidschan), Majid al-Bunni (Journalist und Aktivist/ Syrien), Sharmila Hashimi (ehem. Sprecherin des Gouverneurs der Provinz Herat/ Afghanistan). In Zusammenarbeit mit Reporter ohne Grenzen. (EN)

 

In vielen autoritär geführten Ländern werden JournalistInnen bedroht, angegriffen oder mit repressiven Mediengesetzen hinter Gittern gebracht. Die Gründe dafür sind meist unterschiedlich: In Afghanistan etwa werden vor allem Journalistinnen von den Taliban unter Druck gesetzt, denen das öffentliche Auftreten der Frauen ein Dorn im Auge ist. Im Iran verfolgt die Staatsmacht oppositionelle JournalistInnen. Im Kriegsland Syrien hingehen stehen JournalistInnen zwischen den Fronten der Kriegsparteien und werden sowohl vom Assad-Regime, aber auch von dschihadistischen Rebellen wie etwa der Gruppe „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“ (ISIS) gezielt verfolgt.
Um der Gewalt zu entkommen, retten sich jedes Jahr Dutzende JournalistInnen ins ausländische Exil, manche gelangen auch nach Deutschland. Hier versuchen einige, die Öffentlichkeit ganz gezielt über die Situation in ihren Ländern zu informieren. Andere gründen Exilmedien, die sich an die Menschen in ihrer Heimat richten. Viele andere aber müssen sich in der Fremde erst neu orientieren. Reporter ohne Grenzen unterstützt geflohene JournalistInnen, hilft im Asylverfahren oder gibt konkrete Tipps bei der Gründung unabhängiger Medien.

 

Eine Veranstaltung auf dem Tempelhofer Feld, Haupteingang Oderstraße, Berlin Neukölln. (Google Maps)