07.08.2014  Do 19:00
Militarisierung der Flüchtlingsabwehr
Podiumsgespräch mit Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung). Moderation: Harald Glöde (DE)

 

An den Außengrenzen der Europäischen Union wird modernste Aufklärungstechnologie installiert und fortentwickelt, die Küstenwachen werden aufgerüstet und Italien entsendet Militärschiffe zur „Rettung“ von Bootsflüchtlingen. Dient all dies der martialischen Bekämpfung eines „Ansturms der Armen“ oder den Interessen der Rüstungsindustrie und der Staaten, neue Märkte für Sicherheitstechnologie zu erschließen und zivile Mittel in die Aufrüstung der Sicherheitsbehörden umzulenken? Erscheint die militärische Bekämpfung der Migration als Symptom einer zunehmend entgrenzten „asymmetrischen Kriegführung“, welche eben jene „Flüchtlinge“ hervorbringt und ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt, mit denen Ängste geschürt und neue Aufrüstung legitimiert werden können?

 


Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit borderline-europe - Menschenrechte ohne Grenzen e. V., realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, auf dem Tempelhofer Feld, Haupteingang Oderstraße, Berlin Neukölln. (Google Maps)

Aachener Friedenspreis, 2011
Aachener Friedenspreis, 2011